Oschersleben 5.- 6.10.2006

SOT OF THUNDER - Lauf 9 - BIKEtoberfest Oschersleben - 5. / 6.10.2006

Rechtzeitig zum Saisonfinale fand die Sound of Thunder zu ihrer alten Form zurück. Mehr als 30 hochkarätige Donnertwins bevölkerten Nennliste und Fahrerlager, und das lag gewiss nicht nur an der spannenden Konstellation: Martin Kratzers Chancen, mit seiner Ilmberger-Ducati 999 dem Rehm-Race-Service-Aprilia-Fahrer Ralph Stelzer den Titel abzujagen, waren mehr als theoretischer Natur.

Doch das Rennen machte ein anderer, zumindest das erste: In der Gischt des BIKEtoberregens hatte beim Fallen der Fahne Tim Röthig auf der Boxenstopp-Aprilia die Nase knapp vor Martin Kratzer, Ralf Stelzer hielt sich mit Rang 3 noch etwas bedeckt. Nur 7 Runden währte das Rennen, denn als Christoph Dachselts Honda bei einem Sturz in Brand geriet, hatte das Löschen Vorrang vor der Fortführung des Rennens. Wer den Crash fotografiert oder gefilmt hat, möge sich bei Art Motor melden – Daxmax der Brandstifter sucht Zeugnisse des Dramas, das sich nach Begutachten des Schadens aber als überschaubar erwies.

Das feuchte Element lag auch Gerhard Wacker, der die Wacker-Honda VTR 1000 SP-2 mit Nachdruck auf Platz 4 fuhr, sich dabei aber von Holger Aue auf der Ducati 998 unter Druck setzen lassen musste, der starker wie überraschender Fünfter wurde. Im Schlepptau halten konnte sich Ralf Schwickerath auf der Packparts-BMW R 1200 auf Platz 6 – erst dann riss das Feld etwas ab, blieb aber immerhin noch in Sichtweite von Jens-Peter Bonse vom MSC Porz, der allein auf weiter Flur Rang 7 vor Aprilia-Markenkollege Richie Nerb vom Team Rehm Race Service einfuhr.

Die beiden Aprilias mussten sich jagen lassen von Hagen Omlor auf der Moto-Mittrach-Ducati, der mit komfortablen acht Sekunden Jörg Widderich hinter sich liess, der sich damit erstmals in den Top Ten der SoT platzierte. Die beiden hatten jedoch jede Menge zu tun, denn von hinten drängten Peter Politiek auf Aprilia und Günther Hessel auf Wacker-Honda, die knapp geschlagen auf den Plätzen 11 und zwölf einliefen. Jürgen W. Hillenbrand schaffte mit Rang 13 sein bisher bestes SoT-Ergebnis, während Bodo Metz auf der Krinke-Ducati endlich mal wieder das Ziel sah: Rang 14 für ihn damit – vor Ralph Schädel, der sonst im Regen den Zweiventiler rausholt und hier mit der Hadeler-996 RS den letzten Punkt ergatterte.

Der zweite Lauf des Events und letzte des Jahres am Sonntag sah bei goldenem Oktoberwetter beste Bedingungen – und besten Sport: In den Kampf um die Spitze mischten sich nun auch Peter Politiek und Jan Lüssen mit ein. Der Fight war hart – mit bis zu vier Maschinen nebeneinander am Kurveneingang, doch am Ende trug Ralph Stelzer den Sieg und damit erneut den Titel davon, dicht gefolgt von Peter Politiek. Jan Lüssen duellierte sich mit Tim Röthig und belegte im Ziel Rang drei, während Martin Kratzer nicht ganz so bissig wie im Regen angaste und sich mit Platz 5 und dem Vize-Titel bescheiden musste.

Zehn Sekunden hinter dem Thunderstorm der Top 5 erkämpfte sich Gerhard Wacker Platz 6 gegen Ralph Schädel, und erneut zehn Sekunden weiter bestätigte Rehm-Racer Richie Nerb seine Form mit Platz 7 gegen Daytona, dessen Guzzi korrekt lief und der somit die Schlacht der Aircooleds gegen Ralf Schwickerath gewann, der als Dreizehnter einlief.

Dazwischen passte jedoch noch das Handtuch für die Plätze 10 bis 12, und das hatte schlussendlich Hagen Omlor in der Hand, dicht gefolgt von einem starken SoT-Rookie Sven Christian Dihle auf der Noodles-Duc und Günther Hessel. Jens-Peter Bonse konnte den Anschluss halten und belegte Platz 14, während Holger Aue im Trockenen nicht so gut zurechtkam wie in Lauf 1 und auf Rang 15 einlief.